Anbieterwechsel bei KI-Systemen
Ein Anbieterwechsel bei KI-Systemen bedeutet, dass Sie Modellgewichte, Daten, Konfiguration und Dokumentation vollständig in einem dokumentierten Format erhalten und bei einem anderen Anbieter oder im eigenen Betrieb weiterverwenden können. Bei NexPatch ist dieser Ablauf vertraglich fixiert, innerhalb einer festgelegten Frist, ohne zusätzliche Kosten für den Export selbst.
Warum wir den Ausstieg offenlegen
Nach unserer Prüfung legt im DACH-Raum kaum ein vergleichbarer Anbieter seinen Ausstiegsprozess öffentlich offen. Die meisten Verträge beschreiben ausführlich, wie ein Kunde einsteigt, aber kaum, wie er wieder herauskommt. Wir drehen das um, weil wir glauben, dass eine Zusage nur so viel wert ist, wie das, was passiert, wenn der Kunde sie in Anspruch nimmt. Deshalb steht der Ablauf hier öffentlich, nicht erst im Kleingedruckten eines Vertrags.
Für Unternehmen, die private KI-Infrastruktur oder KI-Agenten in produktiven Betrieb bringen, ist diese Frage keine Nebensache. Ein System, das über Monate oder Jahre in interne Abläufe eingebunden wird, erzeugt eine Abhängigkeit vom Anbieter, die sich nur dann verantworten lässt, wenn der Weg zurück von Anfang an bekannt ist, nicht erst dann, wenn er tatsächlich gebraucht wird.
Was Sie beim Ausstieg mitnehmen
| Bestandteil | Format | Frist |
|---|---|---|
| Modellgewichte | Standardformat für offene Modelle, direkt weiterverwendbar | Innerhalb der vertraglich vereinbarten Frist nach Kündigung |
| Verarbeitete Daten | Strukturierter Export, maschinenlesbar | Innerhalb der vertraglich vereinbarten Frist nach Kündigung |
| Konfiguration | Dokumentierte Einstellungen, Freigabelogik, Zugriffsrechte | Innerhalb der vertraglich vereinbarten Frist nach Kündigung |
| Dokumentation | Vollständige technische Beschreibung der Architektur | Innerhalb der vertraglich vereinbarten Frist nach Kündigung |
Die genaue Frist legen wir vertraglich fest, orientiert an Umfang und Komplexität des jeweiligen Systems. Für den Export selbst berechnen wir keine zusätzlichen Kosten, weil wir den Ausstieg als Teil unserer Betriebszusage verstehen, nicht als separate Leistung.
Der Ablauf in vier Schritten
Erstens, die Kündigung. Sie kündigen zum vertraglich vereinbarten Termin, formlos über den benannten Ansprechpartner aus Ihrem Betriebsvertrag.
Zweitens, die Bestandsaufnahme des Exports. Wir stellen gemeinsam mit Ihnen fest, welche Modelle, Daten und Konfigurationen für Sie relevant sind und in welchem Zielformat Sie diese benötigen, etwa für die Übergabe an einen neuen Anbieter oder für den eigenen Betrieb.
Drittens, der eigentliche Export. Wir stellen Modellgewichte, Daten, Konfiguration und Dokumentation innerhalb der vereinbarten Frist bereit, in den Formaten, die zuvor festgelegt wurden.
Viertens, die Bestätigung. Nach erfolgreichem Export bestätigen beide Seiten schriftlich, dass die Übergabe vollständig und die Zusammenarbeit beendet ist, inklusive der Löschung verbliebener Daten auf unserer Seite, soweit vertraglich vereinbart.
Wie sich das mit unserer Modellwahl verbindet
Dass dieser Ausstieg überhaupt praktikabel ist, hängt eng mit unserer Modellwahl zusammen. Weil wir bevorzugt Sprachmodelle mit offenen Gewichten einsetzen, wie unter Private KI-Infrastruktur beschrieben, ist ein Modell nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden, sondern lässt sich auf einer anderen Infrastruktur weiterbetreiben. Wie der laufende Betrieb bis zu diesem Punkt aussieht, beschreiben wir unter Betrieb als Managed Service, die zugehörigen Reaktions- und Servicezeiten unter Service Level im Betrieb.